Battleborn Test: Fünf Freunde müsst ihr sein

Gepostet am von zediron
Battleborn Test: Die 25 spielbaren Helden sind sehr speziell, haben aber Gearbox-typischen Humor zu bieten.

Battleborn Test: Die 25 spielbaren Helden sind sehr speziell, haben aber Gearbox-typischen Humor zu bieten.

 

Battleborn Test: Fünf Freunde müsst ihr sein

MOBAs wie League of Legends (LOL) und Smite sind zurzeit ein enorm beliebtes Genre, die Shooterreihe-Borderlands ist eine enorm beliebte Shooterreihe. Das könnte man ja kombinieren, muss sich Borderlands-Entwickler Gearbox gedacht haben. Gedacht, getan, hier ist das Ergebnis: Battleborn. Dass aber nicht aus jeder vermeintlich gut klingenden Idee auch zwingend ein gutes Spiel herauskommen muss, demonstriert Battleborn auch.

Die Begründung, warum sich 25 waffenbewehrte Haudegen gegenseitig auf die Mappe hauen, liefert Gearbox in einer rund achtstündigen Story-Kampagne. Die bösen Varelsi verdunkeln einen Planeten nach dem anderen. Sämtliche Sternensysteme sind den Schurken bereits zum Opfer gefallen, nur Solus ist übrig.

Solus wird von fünf Fraktionen bewohnt, die sich nicht leiden können, aber im Angesicht des drohenden Unheils gegen den gemeinsamen Feind zusammenstehen. Aus den fünf Fraktionen setzen sich die 25 Helden zusammen. Jeder mit eigenen Stärken und Schwächen. So wie es eben sein soll. Von den 25 Helden ist zu Beginn aber nicht allzu viel zu sehen. Nur acht Charaktere sind spielbar, die anderen schalten wir nach und nach frei. Die Helden sind Gearboxtypisch abgefahren: Laserschwert-Schwingerin Rath, Klon-Soldat Oscar Mike, Miko, der Schütze mit dem Pilz auf dem Kopf…

Schon der Beginn zeigt: Von dem abgefahrenen Borderlands-Humor hat Gearbox eine Breitseite in Battleborn reingefeuert. Das ist auch gut, aber nicht ausreichend, um dem Spiel alleine über die drögen Story-Missionen hinweg zu helfen. Acht Missionen gibt es, die sich aus nur drei unterschiedlichen Missionszielen zusammensetzen. Entweder bekämpfen wir riesige Bossmonster, eskortieren leidlich intelligente Droiden durch die Pampa oder verteidigen uns gegen Wellen von Gegnern.

Das ist nicht originell. Ist es bei anderen Shootern zwar auch nicht, dort haben die Missionen aber keine Spielzeit von einer Stunde. Sterben wir am Ende der Mission müssen wir von vorne starten, spielen wir kooperativ online mit anderen Menschen zusammen und das Internet lässt kurz nach, können wir nicht einfach zurück in die Mission, sondern müssen draußen warten. Die Tür ist zu. Was sich ein erfahrener Entwickler wie Gearbox bei dieser Entscheidung gedacht hat, erschloss sich uns nicht. Hochgradig nervig ist das auf jeden Fall.

 

Battleborn Test: So ist der Multiplayer

Nun spielt der Story-Modus gegenüber der Multiplayer-Schlachten ohnehin nur eine untergeordnete Rolle. Was hat Battleborn da zu bieten? Zuerst einmal drei Spielmodi, in denen wir jeweils Fünf-gegen-fünf-Spieler-Duelle ausfechten. In „Überfall” gibt es zusätzlich zwei schwer gepanzerte, automatisch feuernde Wachposten auf dem Spielfeld. Sie gilt es zu zerstören. Das können die Helden nur leider gar nicht. Dafür braucht es Mini-Drohnen, Minions, die sich auf die Wachposten zubewegen und sie runterschießen. Wir sind also damit beschäftigt, unsere Minions zu schützen und zugleich die gegnerischen über den Haufen zu ballern.

„Verwüstung” ist eine Kombi aus klassischem Death-Match mit parallel laufendem Einnehmen von Stützpunkten („Capture the flag”-Prinzip). In „Schmelze” sind wieder die Minions am Start. Dieses Mal müssen wir möglichst viele in einen Brennofen geleiten, um Punkte zu sammeln.

Gemein haben alle Spielmodi, dass sie sehr schnell hektisch werden. Das liegt vor allem an der sehr grellen Spieloptik und den Bomben-Effekten, die die Waffen auslösen. Man muss schon sehr konzentriert spielen, um im Blitz-Getümmel nicht zu arg die Übersicht zu verlieren.

Nebenbei stufen wir unseren Charakter noch bis zu zehn Level auf. Bei jedem Level haben wir die Auswahl aus zwei Talenten. Bei der Wahl ergibt es sehr viel Sinn, sich mit seinen Mitspielern abzustimmen, weil gerade die Charaktere mit Unterstützungs-Rollen auch möglichst effektive Unterstützungs-Arbeiten leisten können. Absprachen sind im Kampfgeschehen aber unmöglich, wenn keine Telefonie-Software parallel eingesetzt wird.

Battleborn entwickelt sich so im Mehrspieler-Modus zu einem Spiel für feste Teams. Mal eben schnell eine Partie zwischendurch einwerfen, benötigt hohe Leidensfähigkeit. In Teams spielt das Spiel allerdings seine ganze Stärke aus.

 

Fazit: Ein tolles Spiel für feste Team-Spieler. Alle anderen sollten auf einen der anderen Helden-Shooter warten, die bald erscheinen.

 

Mein Battleborn Test ist am 28. Mai im Sonntagsblatt der Emder Zeitung erschienen.

 


 

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