Pokémon Ultrasonne/Ultramond Test: Nintendo bohrt die Pokémon auf

Gepostet am von zediron
Sie treiben wieder ihr Unwesen auf dem Nintendo 3DS: die legendären Pokémon Solgaleo und Lunala.

Sie treiben wieder ihr Unwesen auf dem Nintendo 3DS: die legendären Pokémon Solgaleo und Lunala.

 

Pokémon Ultrasonne/Ultramond Test: Nintendo bohrt die Pokémon auf

Es ist das letzte Abenteuer der Taschenmonster auf dem 3DS – und ein ziemlich gutes: Pokémon Ultrasonne und Ultramond.

Es ist ein sonniges Plätzchen, dieses Alola. Genau richtig für die tiefen Temperaturen, die zurzeit den Wetterbericht bestimmen. Von tiefen Temperaturen bleibt unser jugendlicher Held weitestgehend verschont. Er hat andere Dinge im Kopf, nachdem er auf dem sonnigen Eiland Alola gelandet ist. Die gehen wir an: Aloha nach Alola und auf geht die Reise, um der größte Pokémon-Trainer der Welt zu werden.

Die grundsätzliche Geschichte der neuesten Pokémon-Iteration „Ultrasonne” und „Ultramond” lockt wohl niemanden hinterm Ofen vor. Nicht nur, weil sie per se bereits bekannt ist: Ultrasonne und Ultramond sind nämlich nur verbesserte Ableger der bereits 2014 für den Nintendo 3DS veröffentlichten Pokémon-Spiele Sonne und Mond. Die Story hat das japanische Traditionshaus dabei weitestgehend beibehalten, in manchen Bereichen ist sie allerdings ergänzt worden. Auf ein paar neue Storyentwicklungen stoßen wir auf unserer Reise. Auch das legendäre Pokémon Necrozma spielt eine größere Rolle als im Original.

Wie gehabt, ist allerdings der Anfang: Wir starten am Vorabend unseres Umzugs nach Alola. Professor Kukui ruft via Videotelefonie an und begrüßt uns schon einmal vorab. Nett von ihm. Er bleibt auch nett. Einen Tag später übergibt er uns unser erstes Pokémon. Wie üblich können wir wieder aus einem Pflanzen-, einem Feuer- und einem Wasser-Pokémon wählen. Wir entscheiden uns für ein schwarz-rotes Kätzchen, ein Flamiau. Ein feuriges Pokémon, das uns in Gefechten mit wild lebenden Mini-Tieren gute Dienste leisten wird.

 

Ran an den Kampf

Mit ihm geht es an die ersten Kämpfe. Die laufen strikt rundenbasiert ab, wir wählen eine Attacke unseres Pokémons, im Anschluss darf unser Kontrahent mit seinem Pokémon zuschlagen. Für Anfänger sehr günstig ist die Anzeige, welche Attacke gegen welchen Gegnertyp besonders effektiv ist. Das trivialisiert zwar die Kämpfe, aber Pokémon war ohnehin nie eine Reihe, die auf einen besonders hohen Schwierigkeitsgrad Wert gelegt hätte. Und zum Reinkommen für ungeübte Spieler ist die neue Anzeige Gold wert. Sie signalisiert uns im Gefecht gegen ein Raupy, eine grün-gelbe Raupe, dass dieses Käfer-Pokémon anfällig gegen den Feuerball unseres Flamiaus ist. Ein Feuerball später liegt die Raupe gegrillt vor uns.

Was gar nicht so praktisch ist, denn wie immer geht es bei Pokémon-Spielen vor allem um das Sammeln der Taschenmonster. Um frei lebende Viecher zu fangen, müssen wir sie erst im Kampf schwächen, um sie anschließend mit einem Pokéball einzufangen und anschließend in der Tasche zu tragen. Gefangenen Pokémon dürfen wir einen Namen geben und für uns kämpfen lassen. Beim nächsten Raupy haben wir lieber keinen Feuerball, sondern einen simplen Tackle verwendet. Danach gehörte das Raupy uns und wir waren einen Schritt näher an dem Ziel, am Ende alle Pokémon unser Eigen zu nennen.

Das ist ein großes Ziel. Mehr als 400 Monster treiben sich in freier Wildbahn herum. Bis wir alle unter unsere Fittiche bekommen haben, werden viele Stunden vergehen. Die können wir uns aber nicht nur mit der Jagd nach wilden Pokémon oder Duellen mit anderen Trainern vertreiben. Nintendo dreht bei der Sammelei in der aktuellen Version noch einmal auf und baut ein Karten-Minispiel ein. Das ist hübsch gemacht, die Karten lassen sich, na klar, sammeln. Die Pokémon-Spieler inhärente Sammelleidenschaft wird von Nintendo voll gefordert.

Das alles präsentiert der japanische Hersteller in einer technisch aufgebohrten Version, die als letzter Pokémon-Teil den 3DS noch einmal richtig fordert. Dafür sieht das Ergebnis richtig gut aus. Die Attacken von Flamiau, Pikachu und Co. sind so detailliert wie nie, das Eiland von Alola ist so hübsch, dass wir selbst gerne Urlaub machen würden. Das geht gerade nicht, aber mit Pokémon Ultrasonne und Ultramond lässt sich die Sonne für viele unterhaltsame Stunden nach Hause holen.

 

Fazit: Eine tolle Version für Spieler, die Mond oder Sonne noch nicht haben. Andere sollten überlegen.

 

Mein Pokémon Ultrasonne/Ultramond Test ist am 2. Dezember 2017 im Sonntagsblatt der Emder Zeitung erschienen.

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