Rainbow Six Siege Test: Anschlag auf unsere Nerven

Gepostet am von zediron
Rainbow Six Siege Test: Wo stecken die Terroristen? In Rainbow Six Siege jedenfalls nirgendwo.

Rainbow Six Siege Test: Wo stecken die Terroristen? In Rainbow Six Siege jedenfalls nirgendwo.

 

Rainbow Six Siege Test: Anschlag auf unsere Nerven

Eine Terroristenjagd ohne Terroristen: Rainbow Six Siege.

Es ist die Zeit des Terrorismus’, in der Anschläge abendfüllende Berichterstattungen zur Folge haben. Wie passend wäre da ein klassischer Teil von Tom Clancy’s „Rainbow Six”- Reihe gewesen. Ein Teil, in dem sich FBI- oder GDG9- Mannen aufmachen, die Welt vom Übel heimtückischer Anschläge zu befreien. Entwickler und Hersteller Ubisoft entschied anders.

Der Gamegigant produzierte Rainbow Six Siege als Multiplayer-Titel, der zwar einen alibimäßig vorhandenen Einzelspieler-Modus besitzt, sein Potenzial aber ausschließlich im gemeinsamen und konfrontativen Spielen entfaltet. Das Spielprinzip ist denkbar simpel: Als Polizei-Spezialeinheit müssen wir in einem fünfköpfigen Team gegen eine Handvoll vermeintlicher Terroristen kämpfen. Als Missionsziele sollen wir Bomben entschärfen oder Geiseln retten. Das Ziel ist aber einerlei. Es dient nur der Legitimation des Gefechts.

Gespielt wird der Reihe typisch aus der Ego-Perspektive, das heißt, wir sehen die Welt aus den Augen unseres Kampfspezialisten. Vor uns nur der rettende Schießprügel. Davon hat Ubisoft dreißig verschiedene eingebaut, und die fühlen sich tatsächlich unterschiedlich an. Eine M1014, eine Schrotflinte, die das FBI einsetzt, hat richtig Wumps hinter dem Lauf, bringt aber auf Entfernung wenig. Da sind die Speznas mit ihrer OTS-03, einem Scharfschützengewehr, das sowohl auf lange als auch auf mittlere Distanzen zielsicher trifft, besser bedient.

 

Rainbow Six Siege Test: Waffen sind entschieden

Die Wahl der Waffe bedingt die Taktik. Und die spielt eine entscheidende Rolle. Denn Rainbow Six Siege ist hart, kompromisslos und schweiß- treibend. Nur wenige Schüsse töten uns, ein Wiederbeleben ist nicht möglich. Tot ist tot. Blendgranaten, durch Fenster geworfen, können ausgefeilte Taktiken binnen Sekunden in einen Scherbenhaufen aus Blut, Körperteilen und Glassplittern verwandeln. Das sorgt beim Spielen für eine enorme Anspannung. Wie ein Luchs auf der Lauer ertappen wir uns immer wieder, jedes noch so belanglose Geräusch zu registrieren und darauf reagieren zu wollen.

Glücklicherweise gibt sich Rainbow Six beim Sound keine Blöße. Der ist gigantisch gut, Spieler mit guten Kopfhörern sind klar im Vorteil. Genauso wie Spielergruppen, die sich absprechen. Das klappt in Zufallsgruppen mal mehr, mal weniger gut. In einer kleinen Gruppe aber entfaltet Rainbow Six eine fantastische Spielerfahrung. Zumindest, solange wir ausblenden, dass auf beiden Seiten polizeiliche Spezialeinheiten stehen – und die Terroristen fehlen.

 

Fazit: Für Gruppenspieler ein genialer Taktik-Shooter. Solo-Freunde sollten Probe spielen.

 

Mein Rainbow Six Siege Test ist am 13. Dezember 2015 im Sonntagsblatt der Emder Zeitung erschienen.

 


 

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