The Division Test: Ein Kracher für Teamplayer

Gepostet am von zediron
The Division Test: Bei The Division sollten wir immer aus der Deckung schießen, denn in den offenen Kämpfen sollten wir uns nur gegen schwache Gegner wagen.

The Division Test: Bei The Division sollten wir immer aus der Deckung schießen, denn in den offenen Kämpfen werden auch schwache Gegner gefährlich.

 

The Division Test: Ein Kracher für Teamplayer

Ubisoft hat einen ihrer potenziellen Hits des Jahres veröffentlicht. Das Ergebnis erfüllt aber nicht alle Hoffnungen: The Division.

Dem Auto vor mir hängt die Tür aus den Angeln. Und die Motorhaube ist kaputt. Und es brennt. Und pausenlos hämmert ein Kugel-Stakkato neue Löcher in die kaputte Frontscheibe. Schutz bietet es trotzdem. Wir sitzen hinter dem brennenden Auto-Wrack und warten. Da bricht das Dauerfeuer plötzlich ab. Ein Kollege ist dem MG-Schützen von links in die Flanke gefallen und hat ihm den Garaus gemacht. Gut für uns, wir können weiter vorrücken. Alltag für unseren Agenten, Alltag in The Division.

The Division ist Ubisofts neuester Titel, ein Online-Rollenspiel-Shooter. Außerdem ist das Spiel Hoffnungsträger vieler Gamer, der wieder Leben ins eingerostete Online-Gaming bringen könnte. In der Beta testeten mehr als sechs Millionen Spieler The Division an. Das Interesse ist riesig.

Die Ausgangslage ist eine interessante. Eine unbekannte Terrororganisation versetzt Bargeld mit einem tödlichen Virus. Die Viren sind hochansteckend, sie lösen pocken- ähnliche Symptome aus. Das Bargeld wird in der Vorweihnachtszeit unter die Leute gebracht. Mitten in New York, mitten im Big Apple bricht die Hölle aus. Das Ergebnis füllt zigtausend Leichensäcke. In dieser Situation kommen wir ins Spiel.

Wir sind Teil der Division, einer Einheit von Spezialagenten, die inmitten der nichtsahnenden Bevölkerung leben. Trainiert für den Fall, dass die öffentliche Ordnung versagt, weder Polizei noch Armee dem anarchistischen Treiben wieder Herr werden können. Diese Situation ist eingetreten, die Division wurde gerufen, wir wurden aktiviert.

 

The Division Test: Die Story startet furios…

Die Geschichte wird im Intro in einem Mix aus schicken, real gedrehten Filmsequenzen und Videosequenzen in Ingame-Grafik präsentiert. Das kann sich sehen lassen. The Divisions Geschichte startet furios.

Leider ruhen sich Entwickler Massive und Spieleverlag Ubisoft auf der spannenden Ausgangssituation aus und versäumen, der Geschichte aufregende Weiterentwicklungen folgen zu lassen. Dazu kommen Charaktere, die aus 80er-Jahre-Actionfilmen stammen und von Steven Segal hätten geschauspielert werden können. Es gibt den harten Kommandanten, die harte Ärztin, den harten Taktiker – egal sind uns alle. Nett: Bei unseren Streifzügen durch die Großstadtschluchten entdecken wir immer Videos und Telefonmitschnitte, die uns das Leben vor und während des Seuchenausbruchs skizzieren.

Dreh- und Angelpunkt unserer Ausflüge ist unsere Basis, die wir kurz nach Spielbeginn freischalten. Die ist anfangs noch eine Bruchbude, nach und nach schalten wir allerdings einen Medizin-, einen Taktik- und einen Schutztrakt frei. Diese Trakte stehen stellvertretend für die drei Ausrichtungen, in die wir unseren Charakter entwickeln können. Im Medizintrakt schalten wir Heilerfähigkeiten frei, während der Taktikflügel unseren Schaden und der Schutzbereich unsere Nehmerqualitäten erhöht.

 

Auf höherem Schwierigkeitsgrad macht es Spaß

Das Zusammenspiel unterschiedlich geformter Charaktere wird vor allem in schweren Hauptmissionen erforderlich. Anders, als in Nebenmissionen oder flotten Kämpfen, können wir in Hauptmissionen den Schwierigkeitsgrad einstellen. Das macht aus den generischen Schießbudenkämpfen gegen Männer mit MGs, Männer mit Baseballschlägern, Männer mit Scharfschützengewehren und gegen ganz wenig Frauen, die wir auf normalem Schwierigkeitsgrad erleben, spannende Deckungsschlachten, die wir am besten mit mehreren Leuten angehen.

Mit mehreren Leuten gehen wir im besten Fall auch in die Dark Zone. Das ist ein umkämpftes Gebiet im Herzen der Stadt. Es ist auch der einzige Ort, an dem Schlachten zwischen menschlichen Spielern möglich sind. Zugleich laufen hier enorm starke computergesteuerte Gegner durch die Straßenzüge. Hier liegen aber auch einige der stärksten Gegenstände. Finden wir einen davon, können wir uns auf den Weg zu einem Hubschrauberpunkt machen und mit dem Gegenstand fliehen. Problematisch: Der Heli braucht 90 lange Sekunden, bis er da ist – und so lange sind wir für alle menschlichen Kontrahenten sichtbar auf der Karte markiert, als derjenige, der fliehen will. Das Ergebnis ist ein Spiel wie eine Achterbahnfahrt.

Generell entfesselt The Division mit menschlichen Mitspielern seine größte Stärke. Es ist einfach ein sehr guter kooperativer Shooter, motivierend, spannend, bombastisch inszeniert. Die Schwächen im Leveldesign und in der Geschichte, die Solo-Spielern recht schnell die Laune verhageln dürften, verfliegen im Kugelhagel zünftiger Straßenschlachten. Und wir suchen wieder Deckung hinter einem brennenden Auto, ein Stück näher am Ziel.

 

Fazit: Toller kooperativer Shooter, der alleine langweilt.

 

Mein The Division Test ist am 12. März 2016 im Sonntagsblatt der Emder Zeitung erschienen.

 


 

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